Robert Capa. Berlin Sommer 1945

Im Sommer 1945 fotografiert Robert Capa in Berlin: Sein Blick auf die befreite, zerstörte Stadt und ihre Menschen, auf alliierte Soldaten, Berlinerinnen und Berliner und immer wieder auf Kinder ist ein subjektiver, auch distanzierter, aber immer zugewandter. Seine Momentaufnahme der Stadt und ihrer Bewohner inmitten der Trümmer wird jetzt erstmals in großem Umfang zu sehen sein: Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus werden 120 Fotografien aus Capas Berlin-Konvolut in einer Ausstellung in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gezeigt. NEUE AUSSTELLUNGSDATEN WERDEN NOCH BEKANNT GEGEBEN.

Robert Capa (1913-1954) ist einer der größten Kriegsfotografen des 20. Jahrhunderts und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum. Seine Bilder haben unser visuelles Gedächtnis geprägt. 1931 hat die Karriere des ungarisch-jüdischen Flüchtlings in Berlin ihren Anfang genommen. Für Magazine wie Time, Life und Collier’s begleitet Capa die amerikanischen Truppen während des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika, Italien und der Normandie und fotografiert Leipzig in den letzten Kriegstagen 1945. Weitgehend unbekannt bleiben die über 500 Fotos, die er nach Ende des Krieges in Berlin aufnimmt und von denen das Life Magazine damals nur eine kleine Auswahl veröffentlicht.