[laut] die Welt hören

Sprache und Musik sind elementare Formen menschlichen Ausdrucks. Die Klänge ergreifen uns unmittelbar. Doch mit ihrem Ertönen sind sie vergangen. Seit etwa 140 Jahren lassen sich Klänge technisch einfangen und wiedergeben. Dies eröffnete ungeahnte Möglichkeiten, auch für die Erforschung von Kulturen. Mit dem Berliner Phonogramm-Archiv und dem Lautarchiv kommen im Humboldt Forum zwei Einrichtungen wieder zusammen, die für ihre Tonaufnahmen aus aller Welt berühmt sind. Die Ausstellung, ergänzt um Klänge aus der renommierten AMAR Foundation (Beirut), lässt etwas von der Faszination dieser Aufnahmen erlebbar werden und befragt zugleich die komplexen Zusammenhänge, die sich in den Archiven verdichten: die Techniken wie die Ziele der Aufzeichnung; die Bedingungen, unter denen Sprachen und Musik eingefangen wurden; die Entstehung eines Weltmusikmarktes und die Begegnungen von Klängen und Kulturen. Leitend ist die vielleicht brisanteste Frage, entstanden mit der neuen Technik selbst: Wem gehört der Klang?
[Ausstellung]
[Konzert]
Träger der Ausstellung „[laut] Die Welt hören“ ist die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Kulturprojekte Berlin mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin sowie mit der AMAR Foundation in Beirut und mit Unterstützung des Arab Fund for Arts and Culture (AFAC).